{"id":25,"date":"2017-01-12T12:38:31","date_gmt":"2017-01-12T11:38:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/?page_id=25"},"modified":"2023-01-13T21:03:48","modified_gmt":"2023-01-13T20:03:48","slug":"verein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/?page_id=25","title":{"rendered":"Verein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine kurze Geschichte der Kleing\u00e4rten in Essen Frohnhausen<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Kleing\u00e4rten gehen auf so gennnate Armeng\u00e4rten zur\u00fcck, die Anfang des 19. Jarhunderts angelegt wurden, um Hunger und Verarmung der Bev\u00f6lkerung entgegenzuwirken. Als eine der ersten Armeng\u00e4rtenanlagen im heutigen Deutschland gelten die parzellierten G\u00e4rten, die auf Anregung des Landgrafen Carl von Hessen um 1797\/98 im damals noch d\u00e4nischen Kappeln an der Schlei angelegt wurden [<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleingarten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wikipedia<\/a>].<\/p>\n<p>In den letzten Jahren des ersten Weltkrieges verarmten um 1916 weite Schichten der Bev\u00f6lkerung Deutschlands. \u00dcberall entstanden sogenannte Grabel\u00e4nder. Das waren Parzellen, die nur f\u00fcr einen Zweck gepachtet wurden: die jeweilige Familie mit einem zus\u00e4tzlichen Nahrungsangebot aus einem eigenen Garten vor Krankheit und Hunger zu bewahren.<\/p>\n<p><em><strong>Der einstige Gem\u00fcseanbau aus der Not &#8230;.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Zwischen den heutigen Stra\u00dfen Postreitweg, R\u00fcdesheimer Stra\u00dfe, Frohnhauser Stra\u00dfe und Kieler Stra\u00dfe befanden sich neben einer Ziegelei, einem alten Kotten sowie der G\u00e4rtnerei Franz die Parzellen der gl\u00fccklichen P\u00e4chter.<\/p>\n<p>Denn die Entscheidung, ein St\u00fcck Land gepachtet zu haben, war damals eine gl\u00fcckliche gewesen. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges begannen ein weiteres Mal Not, Elend und Arbeitslosigkeit in Deutschland. Viele Menschen verhungerten in den Nachkriegsjahren. Demontage der Industrieanlagen durch und Zahlungen von Reparationen an die Siegerstaaten trugen ihren Teil zur Not der Bev\u00f6lkerung bei. Welches Gl\u00fcck es bedeutete, zu dieser Zeit einen Garten sein eigen zu nennen, wird wohl nur der nach empfinden k\u00f6nnen, der \u00e4hnlich schwere Zeiten erlebt hat.<\/p>\n<p><em><strong>&#8230; f\u00fchrte zur Gr\u00fcndung eines Vereins<\/strong><\/em><\/p>\n<p class=\"Stil15\">Im zweiten Jahrzehnt des vergangenes Jahrhunderts beschlossen beherzte M\u00e4nner die Gr\u00fcndung eines &#8220;Deutschen Kleingartenvereins Essen West&#8221;. Die Parzellen konnten t\u00e4glich gek\u00fcndigt werden. Obstb\u00e4ume anzupflanzen oder gar einen Ger\u00e4teschuppen zu bauen, war nicht gestattet. Aber als Verein konnte man hoffen, irgendwann den Status einer Kleingartenanlage zu erwerben, wo die Pflanzungen dann m\u00f6glich sein w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Im Oktober 1919 war es dann soweit: die Eintragung ins Vereinsregister der Stadt Essen wurde vollzogen. Als Vorsitzender des neuen Vereins wurde Wilhelm Haurand, als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Xaver Tiegelbeck eingetragen. Kassierer war Julius Pechstein und Protokollierer Gustav Blumendahl.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Stark sein nach au\u00dfen und solidarisch untereinander &#8211; dies m\u00f6gen die Triebfedern der Vereinsgr\u00fcndungen gewesen sein. Aus diesem Grund, der St\u00e4rke nach au\u00dfen und der Solidarit\u00e4t der Vereine untereinander, wurde der neu gegr\u00fcndete Verein auch Mitglied im Kreisverband. Der Mitgliederstand betrug 1916\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 38 P\u00e4chter und Mitglieder.<\/p>\n<p class=\"Stil42\"><strong>Die Entwicklung von 1930 bis heute<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil15\">Der Beitritt anderer, nicht organisierter Grabel\u00e4nder, z.B.<\/p>\n<ul class=\"Stil15\">\n<li>am Bahnhof Essen West, wo sich heute die Eissporthalle bzw. die Geh\u00f6rlosen-Schule befindet,<\/li>\n<li>oder zwischen Frohnhauser Markt und Breslauer Stra\u00dfe (heute Wohnbebauung)<\/li>\n<li>und an der ehemaligen Kruppstra\u00dfe, der heutigen Paul-Goerens-Stra\u00dfe (heute ebenfalls Wohnbebauung)<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Stil15\">lie\u00df <strong>1930 <\/strong> den Mitgliederbestand auf 420 P\u00e4chter und Mitglieder ansteigen.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>1932 <\/strong> wurde die B\u00f6hmerstra\u00dfe mit 28 Parzellen als Teilanlage in den Verein aufgenommen.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Mit der Macht\u00fcbernahme durch die Nationalsozialisten <strong>1933 <\/strong> erfolgte die so genannte Gleichschaltung. Der Verein musste sich fortan &#8220;Gartenbauverein Essen-West e.V.&#8221; nennen. Bei Gartenvergaben spielten nun die politische Gesinnung und die Zahl der Kinder eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>1939 <\/strong> begann der Zweite Weltkrieg. Marlene Dietrich sang: &#8220;Wo sind nur die M\u00e4nner hin, wo sind sie geblieben?&#8221; Aus dem Krieg kamen viele unserer Gartenfreunde nicht wieder. Die Hauptlast an der &#8220;Heimatfront&#8221; trugen die Frauen, auch in unserem Verein.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Eine Scheinwerferstellung zur Fr\u00fcherkennung feindlicher Flugzeuge befand sich direkt hinter dem Rialto-Kino (heute Penny-Markt). Die dazu geh\u00f6rende Flakstellung befand sich an der Fulerumer Stra\u00dfe neben dem Ehrenfriedhof (heutiger S\u00fcdwestfriedhof).<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Unendlich viele Bombentrichter zerst\u00f6rten Lauben und Kleintierst\u00e4lle, doch flei\u00dfige H\u00e4nde sch\u00fctteten sie wieder zu und Lauben und St\u00e4lle wurden wieder instandgesetzt. Oft mussten Saatgut oder Jungpflanzen zwei bis drei Mal hintereinander in die Erde gebracht werden. Zum Schutz gegen unrechtm\u00e4\u00dfiges Ernten der Fr\u00fcchte durch Fremde und der Kleintiere gegen Diebstahl, wurden Wachmannschaften aufgestellt.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>1945 <\/strong> war das Ende des Krieges trotz Not, Elend und Chaos eine Erl\u00f6sung. Jedes St\u00fcckchen Brachland wurde verpachtet und diente dem \u00dcberleben. Angebaut wurden \u00fcberwiegend Kartoffeln, Wei\u00dfkohl, Steckr\u00fcben und Tabak.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>Bis 1949 <\/strong> stieg die Mitgliederzahl auf 2400 P\u00e4chter an.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>1948 <\/strong> wurde das Tal, das sich zwischen Postreitweg und K\u00f6nigsberger Stra\u00dfe bzw. Brandenburger Stra\u00dfe befand, vom R\u00fcdesheimer Platz\/Elbinger Knie bis zu Hamburger Stra\u00dfe mit Tr\u00fcmmerschutt aufgef\u00fcllt und der Talboden dadurch um ca. 10 Meter angehoben.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>1950 <\/strong> begann die Einebnung und Abdeckung dieses Tr\u00fcmmerschutts mit Lehm. Das Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt trug danach Mutterboden auf. Die Durchgangswege wurden befestigt und das Gel\u00e4nde parzelliert. L\u00e4ngs der Wege wurden Hecken gepflanzt und der Standort der Lauben festgelegt. Wasserleitungen wurden gelegt.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>1951 <\/strong> wurde die Anlage offiziell den P\u00e4chtern \u00fcbergeben.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">In der Hanglage wurden drei Wohnh\u00e4user abgerissen. Auf dem freigewordenen Gel\u00e4nde entstanden weitere Gartenparzellen.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>1976 <\/strong> erhielt die Anlage Anschluss an das Stromnetz.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong>2006 <\/strong>, befinden sich 62 Parzellen auf der <strong><em>Teilanlage Postreitweg <\/em><\/strong>.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Namen von Gartenfreunden wie Preim, Postert, Fox, Stelter sind unvergesslich mit der Anlage verbunden. Als Obleute bleiben Clemens Stelter, Siegfried Sommer, Andreas Wagenknecht, Hermann Steinbach, Fritz Grey, Rolf Kohl und Wolfgang bei den Gartenfreunden der Teilanlage Postreitweg in guter Erinnerung. Heute tragen die Br\u00fcder Korbinian und Gerd Feulner die Last der Verantwortung f\u00fcr die Anlage.<\/p>\n<p><strong>2019: 100 Jahre Kleing\u00e4rten in Essen West<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 2019 kann der Kleing\u00e4rtnerverein Essen West e.V. auf 100 Jahre Geschichte zur\u00fcck blicken. Aus dem einstigen Gem\u00fcseanbau aus der Not der Nachkriegsjahre wurde im Oktober 1919 mit der Eintragung ins Vereinsregister der Stadt Essen der Grundstein f\u00fcr die heutige \u201eGr\u00fcne Lunge Frohnhausens\u201c gelegt.<\/p>\n<p>Zur W\u00fcrdigung des Jubil\u00e4ums wurde eine Feier zum 100 j\u00e4hrigen Bestehens im Juli veranstaltet.<\/p>\n<h2 class=\"Stil15\">Geschichte der anderen Teilanlagen<\/h2>\n<p class=\"Stil15\"><strong><em>1956\/57 <\/em><\/strong> wurde damit begonnen, die <strong><em>Teilanlage Frohnhausen\/ R\u00fcdesheimer Stra\u00dfe <\/em><\/strong> zu sanieren. Ziel war, eine richtige Kleingartenanlage zu schaffen, weg vom Grabeland und hin zur Dauerkleingartenanlage. Dies bedeutete die K\u00fcndigung aller Parzellen und P\u00e4chter mit der Zusage, dass die ehemaligen P\u00e4chter bei der Neuvergabe bevorzugt w\u00fcrden. Allen wurde eine kleine Abfindung gezahlt.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Die Parzellen wurden mit unterschiedlichen Laubentypen best\u00fcckt: der Typ &#8220;Doppellaube&#8221; entstand im Au\u00dfenbereich der Anlage, der Typ &#8220;Pergolenlaube&#8221; im Innenbereich. Bei einer sp\u00e4teren Gel\u00e4ndeerweiterung kam der Laubentyp &#8220;Essen am Hang&#8221; als dritter und letzter Laubentyp hinzu. Eine Wasserleitung wurde verlegt. Zuerst mit Zapfstellen alle 50 m und Auffangbecken auf den Wegen. Sp\u00e4ter wurden die Leitungen nach und nach in die Parzellen verlegt.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Die Parzellen hatten eine Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe von ca. 320 m\u00b2. Bepflanzt wurden sie von der Stadt Essen mit einem Sauerkirschbaum, einem Pflaumenbaum, sieben Apfelb\u00e4umen, f\u00fcnf Birnb\u00e4umen, 10 Stachelbeerstr\u00e4uchern und je f\u00fcnf roten und schwarzen Johannisbeerstr\u00e4uchern. Die Wegebefestigung und die Pflanzung der Hecken beendeten die Sanierung der Teilanlage.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Das Zusammenleben in dieser, unserer gr\u00f6\u00dften Teilanlage gestaltete sich immer wieder schwierig. Das, was kleinere Anlagen auszeichnet, das Wir-Gef\u00fchl, Solidarit\u00e4t und Gemeinsamkeit wurde hier immer wieder vermisst.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Um so gr\u00f6\u00dfer ist die Arbeit und Verantwortung der Obleute f\u00fcr diese Anlage zu bewerten. Die Gartenfreunde Losehand, Ziehlke, Henkel, Daus bleiben dabei vor allem in Erinnerung. Heinrich Schr\u00f6der war eine Ausnahmeerscheinung. Edmund Jabs war der Rupper, Ernst Lehnhard der sich um Ausgleich bem\u00fchte. Und nicht zu vergessen Irmgard Pietrek, die erste Frau, die dieses Amt bekleidete und leider viel zu fr\u00fch aufgab. Gerd H\u00fcmmeke und Christian Kotlorz waren zwei souver\u00e4ne Obleute, die viel Zuspruch von den Gartenfreunden erhielten. Horst Winnenberg, Bernd Laszewski, Karl-Heinz Dziallas und Dieter Goeke sind nach kurzer Amtszeit ausgeschieden, ebenso Renate Mittmann.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Heute sind f\u00fcr die Teilanlage Miguel Florido, Mustafa Pars, Joachim T\u00fcck, und Karl-Heinz Reich verantwortlich.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong><em>1987 <\/em><\/strong> erfolgte der Verkauf der ehemaligen Pachtfl\u00e4chen der Erbengemeinschaft Hahne sowie die der VEBA an die gGmbH ( Essener Kleingartengrund und -boden gGmbH) . Jeder betroffene P\u00e4chter zahlte 4.250 DM ein.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong><em>1997\/98 <\/em><\/strong> wurde die Ver- und Entsorgung mit Strom, Frischwasser- und Abwasserleitungen installiert. Die Investition pro P\u00e4chter lag bei 2.400 DM.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong><em>1999 <\/em><\/strong> wurden die Wege teilsaniert. Die Umlage pro P\u00e4chter belief sich auf 250 DM.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong><em>2005 <\/em><\/strong> wurde ein Ger\u00e4tehauses f\u00fcr die Teilanlage gebaut, was pro P\u00e4chter 50 Euro ausmachte.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Die <strong><em>Teilanlage Breilsrand <\/em><\/strong> wurde im Laufe der <strong><em>60er Jahre <\/em><\/strong> mit viel Einsatz der P\u00e4chter von einer M\u00fcllkippe in eine Gartenanlage umgebaut. Der Verein und die Stadt Essen begleiteten den Aufbau organisatorisch und finanziell. Die stadteigenen Lauben vom Typ &#8220;Essen am Hang&#8221; wurden alle von den jeweiligen P\u00e4chtern erworben. Obleute, wie die Gartenfreunde Senkel, Steinh\u00f6vel und Sweekhorst haben sich lange Jahre f\u00fcr die Gartengruppe eingesetzt und Spuren hinterlassen. Im Jahre <strong><em>1988 <\/em><\/strong> &#8220;ging den P\u00e4chtern dann ein Licht auf&#8221;: sie wurden verstromt. Heute besteht die Anlage aus 12 Parzellen, da die Emschergenossenschaft f\u00fcr die Umbauma\u00dfnahme &#8220;Borbecker M\u00fchlenbach&#8221; die Fl\u00e4chen der Parzellen BR 001 und 002 in Anspruch nehmen musste. Betreut wird die Anlage von unserem langj\u00e4hrigen Obmann Peter Syri. Die Teilanlage wurde zum Jahr 2015 aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Die <strong><em>Teilanlage B\u00f6hmerstra\u00dfe <\/em><\/strong>wurde <strong><em>1932 <\/em><\/strong> vom M\u00fclheimer Bergwerksverein an den Kreisverband Essen verpachtet. Als geschlossene Anlage, so wie wir sie heute kennen, existiert sie erst seit Mitte der <strong><em>60er <\/em><\/strong>Jahre. Grundst\u00fcckseigner ist die Stadt Essen, sowie die Deutsche Bahn AG. Die Obleute haben meist auch bauliche Ver\u00e4nderungen in der Anlage in die Wege geleitet. So wurde unter dem Gartenfreund Preuser von <strong><em>1964 &#8211; 1970 <\/em><\/strong>eine neue Wasserleitung verlegt. Gartenfreund Kobrink zeichnete von <strong><em>1971 &#8211; 1984 <\/em><\/strong>f\u00fcr die Aufsch\u00fcttung des Hauptweges mit roter Asche verantwortlich, sowie f\u00fcr die Installation von Wasseruhren f\u00fcr jede Parzelle. Auch wurde in seiner Wahlzeit der Vorplatz betoniert.<\/p>\n<p class=\"Stil15\"><strong><em>1985 <\/em><\/strong> wurde Gartenfreund Gerd Kalinna zum Obmann gew\u00e4hlt. Unter seiner Verantwortung wurde der Eingangsbereich neu gestaltet und mit Blumenbeeten, einem ansprechenden Schaukasten, Boxen f\u00fcr Japaner und handgeschnitztem Eingangsschild &#8220;B\u00f6hmerstra\u00dfe&#8221; versehen. Der Hauptweg nahm seine jetzige Form an. Als Nachfolger wurde Karl Kreb gew\u00e4hlt. Seine Amtszeit wurde gepr\u00e4gt vom Bau der Entsorgungsleitungen der Abw\u00e4sser sowie deren Einleitung in den Borbecker M\u00fchlenbach. Eine Mammutaufgabe. <strong><em>Heute <\/em><\/strong> betreut die Anlage Fachberater und Obmann Wilhelm Klein.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Die Teilanlage wurde zum Jahr 2015 aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Die <strong><em>Teilanlage Markuskirche <\/em><\/strong>an der Danziger Stra\u00dfe wurde auf Betreiben der P\u00e4chter aus dem Status einzelner Grabelandg\u00e4rten durch Aufnahme in die General-pacht des Stadtverbandes und der Mitgliedschaft in unserem Verein praktisch eine Dauerkleingartenanlage. Der damals als Initiator der Aktion t\u00e4tige Gartenfreund Reinhold Kirchhof wurde als Obmann gew\u00e4hlt. Die Versorgung der Anlage mit Strom und Wasser, sowie die Entsorgung des Abwassers waren die gro\u00dfen Aufgaben seiner Amtszeit, aber auch die Neugestaltung von Wegen sowie des Eingangsbereiches. 2010 gab er sein Amt aus Altersgr\u00fcnden auf. Neugew\u00e4hlt wurde als Obmann Dieter Jostes. Der Verkauf des Gartens des Herrn Tigges f\u00fchrte zu einigem \u00c4rger mit dem neuen Eigent\u00fcmer. Das Problem wurde vom Obmann gut angegangen und zur Zufriedenheit gel\u00f6st.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Mit 11 Parzellen ist es eine kleine Anlage, sozusagen mit famili\u00e4rem Charakter.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Die <strong><em>Teilanlage N\u00f6ggerathstra\u00dfe <\/em><\/strong>liegt zwischen N\u00f6ggerath- und Onckenstra\u00dfe. Hier wurde auf Betreiben der Stadt Essen aus Grabel\u00e4ndern eine Dauerkleingartenanlage geschaffen. Durch die Mitgliedschaft in unserem Verein stehen die P\u00e4chter unter dem Schutz des Bundeskleingartengesetzes. Als Obmann nahm Gartenfreund J\u00fcrgen Kuziemski die Aufgaben, die mit diesem Amt verbunden sind, wahr. 2011 wurde Gartenfreund Udo Maruhn neuer Obmann. Gro\u00dfe Aufgaben haben die P\u00e4chter noch vor sich. Einer neuen Wasserversorgung sollte sinnvoller weise eine Verstromung der Anlage folgen. Aber auch die Entsorgung des Abwassers muss in Angriff genommen werden. Gemeinsam etwas zu schaffen, das nachfolgenden Generationen von Gartenfreunden zu Gute kommt, bringt Befriedigung f\u00fcr die Erbauer, aber auch Vorteile f\u00fcr sie selber, wenn sie einmal den Garten aufgeben m\u00fcssen. Zwei Parzellen (N\u00d6 001 und 002) wurden 2010 von der Stadt f\u00fcr den Bau eines Garagenhofes der Wohngenossenschaft Nord gek\u00fcndigt. Dieses Bauvorhaben ist bis heute nicht realisiert worden.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Mit 11 G\u00e4rten ist es eine gut \u00fcberschaubare Teilanlage.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Unsere j\u00fcngste <strong><em>Teilanlage Berliner Br\u00fccke <\/em><\/strong>wurde <strong><em>2000 <\/em><\/strong> Dauerkleingartenanlage. Dies geschah durch Aufnahme der Pachtfl\u00e4che in den Generalpachtvertrag sowie durch Mitgliedschaft der P\u00e4chter in unserem Verein. Dadurch profitieren auch sie vom Schutz des Bundeskleingartengesetzes. Von Beginn an \u00fcbernahm Gartenfreund Robert M\u00fchlbrandt die Aufgaben eines Obmanns in der Anlage. Als er 2011 verstarb wurde Przemyslaw Bryl zum Nachfolger gew\u00e4hlt und ist daher heute verantwortlich f\u00fcr die Teilanlage. Zurzeit gibt es gro\u00dfe Probleme mit dem Abbruch der Wohnlaube der verstorbenen Frau Marianne Krause. Sie hat die Anlage mit Strom und Wasser versorgt. Es wird eine l\u00e4ngere Durststrecke, im wahrsten Sinne der Wortes, zu durchschreiten sein, denn Abbruch und Neuanschluss lassen auf sich warten.<br \/>\nMit ihren 8 Parzellen ist sie unsere kleinste Anlage.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Ein <strong><em>Novum in der heutigen Zeit <\/em><\/strong>: Gartenfreundin Marianne Krause unterh\u00e4lt als einzige P\u00e4chterin im Verein in dieser Teilanlage eine Wohnlaube.<\/p>\n<h1 class=\"Stil15 Stil41\">Entwicklung der Migliederzahlen und Wartezeiten<\/h1>\n<p class=\"Stil15\">Der Wiederaufbau von Industrie, Gewerbe und Wohnungen entriss den Kleing\u00e4rtnern oft den lieb gewonnenen Garten. Umstrukturierung und das Entstehen neuer Vereine war neben der verbesserten Lebensqualit\u00e4t der Grund f\u00fcr das Abschmelzen der Mitgliederzahl. Der Garten diente zunehmend der Freizeitgestaltung und weniger dem Anbau notwendiger zus\u00e4tzlicher Nahrungsmittel.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">1976 sank die Mitgliederzahl auf 243 P\u00e4chter. Die Wartezeit f\u00fcr die Zuteilung eines Gartens betrug damals 4 bis 6 Jahre. Eine Warteliste mit mehr als 60 Anw\u00e4rtern war keine Seltenheit. 1978 und 1981 wurde ein Aufnahmestopp f\u00fcr die Warteliste ausgesprochen. Heute liegen die Wartezeiten f\u00fcr einen Garten zwischen wenigen Monaten und einem Jahr.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Der Verein verwaltet zur Zeit 219 Parzellen, die Mitgliederzahl betr\u00e4gt 219, dazu kommen 101 F\u00f6rdermitglieder.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Ein Gro\u00dfbrand vernichtete im Fr\u00fchjahr 1954 unsere Vereinslaube. Damit wurden alle historischen Aufzeichnungen vernichtet, aber auch Auszeichnungen, Pokale, Ehrenwimpel sowie die Vereinsfahne von 1919.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Mit viel M\u00fche wurde \u00fcber Archivmaterial die Geschichte aufgearbeitet.<\/p>\n<p class=\"Stil15\">Wir danken dem Stadtverband Essen, dem Stadtarchiv sowie dem Registergericht. Aber vor allem danken wir den vielen \u00e4lteren ehemaligen und den noch aktiven Gartenfreunden, die in vielen Gespr\u00e4chen zur Geschichte des Vereins &#8220;KGV Essen West e.V.&#8221; beitrugen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kurze Geschichte der Kleing\u00e4rten in Essen Frohnhausen Die ersten Kleing\u00e4rten gehen auf so gennnate Armeng\u00e4rten zur\u00fcck, die Anfang des<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"class_list":["post-25","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/25","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/25\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1514,"href":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/25\/revisions\/1514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kgv-essen-west.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}